Aufwachsen in heterogenen Sozialisationskontexten: Zur by Leonie Herwartz-Emden

By Leonie Herwartz-Emden

Vor dem Hintergrund einer wachsenden Zahl von MigrantInnen in Deutschland, der zunehmend kulturellen, sprachlichen, sozialen Heterogenität der Gesellschaft und der Ungleichheiten in den Aufwachsbedingungen und Sozialisationskontexten von Kindern und Jugendlichen diskutieren die Autorinnen die Notwendigkeit geschlechtergerechter interkultureller Pädagogik als Reaktion auf bestehende Benachteiligungen, denen möglichst früh und umfassend entgegenzuwirken ist.

Show description

Read Online or Download Aufwachsen in heterogenen Sozialisationskontexten: Zur Bedeutung einer geschlechtergerechten interkulturellen Pädagogik PDF

Similar german_11 books

Generationswechsel in Familienunternehmen: Psychologische Aspekte des Führungswechsels

Die Autorin - Kauffrau und Diplompsychologin mit dem Schwerpunkt Arbeits- und Organisationspsychologie - liefert in dieser Arbeit erstmals einen psychologisch fundierten Beitrag zu Problemen des Generationswechsels in Familienunternehmen.

Tod und Gesellschaft: Sozialwissenschaftliche Thanatologie im Überblick

Neben einer historischen und sozialstrukturellen examine von Sterben und Tod werden folgende soziale Probleme behandelt: Sterben im Krankenhaus, Lebensverlängerung und -verkürzung, aktive Sterbehilfe, Mord, Suizid, Krieg. "Das Buch bedient sich einer sehr klaren Sprache, ist mit großem Gewinn zu lesen und regt zum weiteren Nachdenken an [.

Genetische Untersuchungen und Persönlichkeitsrecht

Neue Entwicklungen in Biomedizin, Genetik und Informatik führen zu einem erheblichen Wissenszuwachs im Verständnis der Ursachen und Entstehungsmechanismen von Krankheiten. Damit verbunden ist die Hoffnung, zukünftig individuelle Krankheitsrisiken frühzeitiger zu erkennen und durch gezielte Maßnahmen der Entwicklung von Krankheiten vorzubeugen.

Extra resources for Aufwachsen in heterogenen Sozialisationskontexten: Zur Bedeutung einer geschlechtergerechten interkulturellen Pädagogik

Example text

Wenn überhaupt, dann werden berufliche, Bildungs- und auch Studienabschlüsse zumeist nur über zeit- und aufwandsintensive Umwege anerkannt. Nicht zuletzt angesichts dieses Umstandes nehmen beispielsweise zwischen 50% und 70% der erwerbstätigen Aussiedlerinnen Arbeitsplätze ein, für die sie überqualifiziert sind; bei Männern liegt dieser Anteil bei 40% (Westphal, 2006a; Greif, Gediga & Janikowski, 1999; Dietz, 2002). Kinder und Jugendliche im Sozialisationskontext Familie 39 Werden analog zu den vorausgegangenen Darstellungen die jeweiligen (ehemaligen/derzeitigen) Staatsangehörigkeiten getrennt voneinander betrachtet, was aufgrund der Datenlage des Mikrozensus nur über die Altersgruppen hinweg möglich ist, ergeben sich zum Teil Befunde, die den oben geschilderten Tendenzen entgegenlaufen – beispielsweise bei der Erwerbsbeteiligung: Unter den türkischstämmigen Einwanderinnen und Einwanderern sind zwar ebenfalls etwas mehr Nichterwerbspersonen (52,2%) als in der einheimischen Bevölkerung (48,3%), doch in den Gruppen mit italienischem oder griechischem Hintergrund (je rund 43%) und insbesondere der (Spät-)Aussiedler/innen (39,7%) etwas weniger.

22 Zurückzuführen ist dies vor allem auf die Zuwanderinnen ab 45 Jahren bzw. jene polnischer oder russischer Herkunft (Siegert, 2009). ä. 63,4 71,9 64,8 64,5 Meister-, Technikeroder Fachschule 6,0 8,7 7,0 11,8 Fachhochschulabschluss 6,8 5,9 7,6 9,6 Universitätsabschluss 19,1 11,4 15,6 12,7 Alle Angaben in %. Aussagen darüber, wie sich das berufliche Qualifikationsniveau in den einzelnen Herkunftsgruppen genauer darstellt, können aufgrund zu geringer Fallzahlen bzw. fehlender Daten nicht getroffen werden.

Implizit darin enthalten ist die Idee eines Bruches mit der ‚Tradition‘ als Voraussetzung von Entwicklung und Vorbedingung von (wirtschaftlichem) Fortschritt. Das heißt bezogen auf Migration, dass ein linearer Übergang vom Nullpunkt der Einwanderung zur Endstufe der Integration in die Aufnahmegesellschaft erfolgt, mit der zugleich zu beobachtenden Abwendung von der Herkunftsgesellschaft und -kultur. Dieser Übergang sei, so die Annahme, mit einem Konflikt und ‚Kulturschock’ verbunden, der die ‚kulturelle Identität’ des Migranten/der Migrantin tangiere oder in Frage stelle und zu einer anomischen Situation führe.

Download PDF sample

Rated 4.22 of 5 – based on 3 votes