Bildungsautonomie: Zwischen Regulierung und by vbw-Vereinigung der Bayerischen Wirtscha

By vbw-Vereinigung der Bayerischen Wirtscha

Die Forderung nach mehr Eigenständigkeit von Bildungsinstitutionen ist schon seit Jahren in der bildungspolitischen Diskussion – eine zufriedenstellende Umsetzung in allen Bildungseinrichtungen blieb bisher jedoch aus.
Der Aktionsrat Bildung analysiert in seinem vierten Jahresgutachten 'Bildungsautonomie: Zwischen Regulierung und Eigenverantwortung' die einzelnen Bildungsinstitutionen im Hinblick auf ihr Autonomiemaß. Es formuliert den Bedarf an Regulierung und Deregulierung in den einzelnen Bildungsphasen. Auf dieser Grundlage werden konkrete Handlungsempfehlungen an die Politik gestellt. Ziel ist die größtmögliche Selbstständigkeit für jede Bildungseinrichtung, schnell und direkt vor Ort auf Herausforderungen zu reagieren und auf diese Weise ein hohes Bildungsniveau für alle zu gewährleisten.

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Einige Untersuchungen zeigen, dass sich der Besuch einer Kindertageseinrichtung für alle Kinder gleichermaßen positiv auswirkt, sich aber keine kompensatorischen Effekte zeigen. Andererseits weisen hochqualitative – und kostenintensive – Modellprojekte aus den USA aus den 1960er Jahren auf langfristige positive Auswirkungen für Kinder aus benachteiligten Familien hin. Effekte eines frühkindlichen Besuchs von Kindertageseinrichtungen können somit in jedem Fall nachgewiesen werden. Von daher sollte einer selektiven Nutzung von frühkindlichen Förderangeboten entgegengewirkt werden, da ansonsten frühkindliche Kompetenzunterschiede bei benachteiligten und nicht benachteiligten Kindern entstehen oder sich noch weiter vergrößern können.

Mit diesen Regelungen kann allerdings nicht zwingend davon ausgegangen werden, dass alle Kinder in gleichem Umfang entsprechende Förderangebote nutzen. Deshalb werden auch künftig sozioökonomisch bedingte Unterschiede zu erwarten sein. Diese können den Präferenzen der Familien entsprechen, müssen es aber nicht. Es spricht einiges dafür, dass andere angebots- und nachfragebedingte Faktoren eine Bedeutung haben. Sofern es sich dabei auch um fehlende Informationen über frühkindliche Bildungsprozesse handelt oder Familien keinen Zugang zu entsprechenden Angeboten erhalten, spricht vieles für eine fehlende zielgruppenspezifische Ausrichtung des deutschen Systems.

Diskowski 2009). Durch den Betreuungsvertrag mit dem Träger einer Kindertageseinrichtung übertragen sie zeitlich befristet ihr gemäß Art. 6 GG verbrieftes Erziehungsrecht. Einen eigenständigen Bildungsauftrag – unabhängig von den Eltern – von Träger, Kommune oder Staat gibt es somit nicht. Allerdings ist fraglich, ob tatsächlich der Einfluss der Eltern ihrer Rechtsposition entspricht. Die kommunalen und freien – privatgemeinnützigen – Träger von Kindertageseinrichtungen bilden die nächste Steuerungsebene.

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