Das Klima der bodennahen Luftschicht: ein Lehrbuch der by Rudolf Geiger

By Rudolf Geiger

Vergleichen wir diese kurze Formel mit derjenigen auf S. 31, so konnen wir den Austausch ansehen als eine Warmeleitung, bei der an Stelle der Konstanten }. die Grosse A tritt. guy hat daher den Massenaustausch auch "Schein I e tun i g" genannt. Wahrend nun aber }. eine physikalische Konstante ist, die nur von dem untersuchten Stoff abhangt, wechselt A mit dem Orte und mit der Zeit. A heisst der Austauschkoeffizient; sein Wert schwankt, wenn wir alles in g, sec und cm ausdrucken, zwischen den Werten 0,001 und a hundred, additionally in weitesten Grenzen. Er ist der einfachste Ausdruck, um den Zustand der ungeordneten Bewegung in der Luft zu kennzeichnen. Die measurement des Koeffizienten ist cm-1. g. sec-1. Bei obiger Ableitung wurden zwei Voraussetzungen gemacht. Erstens sollte die Eigenschaft s von ausseren Bedingungen tinabhangig sein. Im allgemeinen darf additionally nicht etwa die Temperatur als Eigen schaft benutzt werden, da sie vom Druck abhangt. Fur die bodennahe Luftschicht fallt diese Beschrankung fortress, da die Hohenerstreckung so gering ist, dass thermodynamische Temperaturanderungen un berucksichtigt bleiben konnen. Zweitens warfare stillschweigend vorausgesetzt, dass der Austausch allein wirksam sei. In Wirklichkeit aber lassen sich die molekular physikalischen Vorgange nicht ausschalten (Warmeleitung, Diffus

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Die Dimension des Koeffizienten ist cm-1. g. sec-1. Bei obiger Ableitung wurden zwei Voraussetzungen gemacht. Erstens sollte die Eigenschaft s von äußeren Bedingungen tinabhängig sein. Im allgemeinen darf also nicht etwa die Temperatur als Eigenschaft benutzt werden, da sie vom Druck abhängt. Für die bodennahe Luftschicht fällt diese Beschränkung fort, da die Höhenerstreckung so gering ist, daß thermodynamische Temperaturänderungen unberücksichtigt bleiben können. Zweitens war stillschweigend vorausgesetzt, daß der Austausch allein wirksam sei.

Lo"Lw"Llo' nöchlliche effeldive Ausstrahlunq in cal/ cm l min Abb. 5. Abhängigkeit der effektiven Ausstrah lu ng (R) von Temperatur (t) und Wasserdampfgehalt (p in mm, f in OJ 0) Messungen von F. Krügler (61) um 17% niedrigere Werte ergaben als die Angströmschen Gleichungen, so daß auf alle Fälle Vorsicht bei der Benutzung geboten ist. Das Ergebnis enthält die Abb. 5. Bei ihrer Betrachtung fällt auf, daß ctie effektive Ausstrahlung in erster Annäherung proportional der relativen Feuchtigkeit verläuft; denn die zugehörigen Kurven stehen angenähert senkrecht.

Der Wärmegewinn oder -verlust durch Strahlung ist das Ergebnis der Bilanz der herein- und hinausgehenden Strahlungsströme. Wärmeleitung und Austausch bedürfen der Materie. Wärmeleitung erfolgt in allen Körpern, Austausch gibt es nur in Flüssigkeiten und Gasen, also für die Meteorologie: nur in Wasser und Luft. Nach der kinetischen Wärmelehre ist die Wärmeenergie als Bewegungsenergie der Moleküle aufzufassen. Lebhaftere Molekularbewegung überträgt sich auf benachbarte weniger bewegte Moleküle. Die rascheren Moleküle verlieren, die langsameren gewinnen Energie.

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