Die Feigheit der Frauen. Rollenfallen und Geiselmentalitat. by Bascha Mika

By Bascha Mika

Das hochaktuelle Debattenbuch der ehemaligen taz-Chefredakteurin

In ihrer Streitschrift probt Bascha Mika den Aufstand gegen all jene Frauen, die sich kampflos in alte Rollenmuster und Abhängigkeiten locken lassen. Einerseits klug und intestine ausgebildet, versuchen sie nach Einschätzung der Autorin erst gar nicht, sich zu behaupten, sondern gehen gleich den Weg des geringsten Widerstands. Aus Bequemlichkeit, letztlich aber aus Feigheit. Die ehemalige taz-Chefredakteurin analysiert überkommene Rollenfallen und entwirft einen Aktionsplan zu mehr weiblicher Selbstbestimmung. Sie macht deutlich, dass rhetorische Emanzipation nicht ausreicht, used to be zählt ist die Praxis.

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Und dann, wie ich es bei einer jungen, begabten Kollegin erlebt habe, lässt sich eine zweiunddreißigjährige Frau von ihrem Vater drängen, sich endlich einem Mann an den Hals zu werfen. Selbst mit Beruf, Geld und eigener Wohnung könne sie nicht ohne Beschützer dastehen, die arme Kleine; ob ein Kerl ohne Haare, dafür mit Bauch, völlig egal, Hauptsache ein Mann, der für sie die Verantwortung trage - so sprach der Vater. Und seine Tochter hörte ihm nicht nur zu, sondern glaubte auch, ohne Mann in der Welt verloren zu sein.

Manchmal sah sie ihn eine Woche lang nicht. Nie blieb er über Nacht. Nie gab es ein gemeinsames Wochenende. Spielt er nur das übliche Nähe-Distanz-Ding? Dräng ich ihn zu sehr in die Enge? Was soll ich tun, damit er sich wohlfühlt und bleibt? Was ihre Ausbildung angeht, haben die Frauen einiges auf sich genommen. Sind ehrgeizig ihren Plänen nachgegangen, verdienen ihr eigenes Geld und könnten auch sonst stolz auf sich sein. Doch all das vergessen sie sofort, wenn sie in die richtigen Augen schauen; dann fühlen sie sich ganz klein und schwach und manchmal auch hässlich.

Ist irgendwas los? Hab ich dich vielleicht gekränkt? Dann verschwand er plötzlich, und sie hatte das Gefühl, mal wieder versagt zu haben. Wenn man Anne, Katja, Beate und Linda fragt, was sie bei einem Mann suchen, sagen sie übereinstimmend: Ich will mich fallen lassen. Er fängt mich auf, wenn es mir schlecht geht. Ihm kann ich gestehen, dass ich auch schwach bin. Sonst muss ich immer stark sein, im Beruf und in der Öffentlichkeit. Immer präsent, immer gut aussehen, immer lustig. Dabei träum ich davon, mit ihm vor dem Kamin zu sitzen und ein Glas Rotwein zu trinken.

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