Evolutionsbiologie by FUTUYMA

By FUTUYMA

zur zweiten Auflage Als 1979 die erste Auflage dieses Buches erschien, erlebte die Evolutionsbiologie eine viel ausgeprägte re Blütezeit als in den vorangegangenen Jahrzehnten. Seit damals ist ihr Einfluß auf den gesamten Bereich der Biologie noch stärker, noch fordernder geworden. Ein evolutionärer Ansatz ist inzwischen obligatorisch in der Ökologie und in der Verhaltensforschung; Paläontologie und Systematik sind stärker geworden und haben begonnen, ihre Bande zur Populationsbiologie zu erforschen; evolutionäre Mor­ phologie, Physiologie und Entwicklungsbiologie erleben eine Renaissance; das Gebiet der Molekularevolution ist den Kinderschuhen entwachsen; der jährliche Umfang an Informationen und Theorien über alte und neue Themen hat enorm zugenommen, und in der Folge sind neue Fachzeitschriften entstanden, um diesem Bedürfnis gerecht zu werden. Fand ich es damals überheblich, ein Lehrbuch über Evolutionsbiologie vorzulegen, so hat sich dieses Gefühl nicht verändert, eher noch verstärkt. Ohne die Geduld von Kollegen, die ich bei meiner Informationsbeschaffung schamlos belästigt habe, hätte ich die Flut von Informationen und Ideen vermutlich kaum bewältigen können. In der Biologie, und in der Wissenschaft ganz allgemein, ist die Entdeckung eines Gegenstandes und die Geburt und das Wachstum von Ideen immer eine spannende Angelegenheit.

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Langer erwerbstatig — aber wie?: Mit einer Einfuhrung von Gerhard Naegele und Winfried Schmahl

Die Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen sollen zukünftig länger erwerbstätig sein. Die gesetzliche Anhebung der Altersgrenze zum Renteneintritt und finanzielle Verschlechterung bei einem frühzeitigen Berufsausstieg bewirken jedoch nicht, daß die Beschäftigten auch länger arbeiten können. Die Arbeits- und Beschäftigungsbedingungen, die Erwerbsverläufe, die Arbeitszeit und die Arbeitsanforderungen müßten auch entsprechend "altersgerecht" organisiert und gestaltet werden.

Allgemeine Diagnostik und Therapie der Hautkrankheiten: Als Einführung in die Dermatologie für Studierende und Praktiker

Angesichts der vielen dermatologischen Lehrbiicher, die schon bestehen, ist meines Erachtens ein Wort der Entschuldigung am Platze, wenn guy ihre Anzahl weiter vermehrt. Die Entschuldigung kann nur darin liegen, daB das neue Lehrbuch sich von den bisherigen wesentlich unterscheidet, in erster Linie durch eine besondere didaktische Idee, die ihm zugrunde liegt.

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Populationen von Organismen mit einer kurzen Generationszeit haben daher eine schnellere potentielle Wachstumsrate als jene mit einer langen Generationszeit. 2 a. L--,L--~::::r:::::::t=---L~~=r:= o 10 20 30 40 50 60 70 80 90 Tage w 20 10 20 30 40 Tage 50 60 70 Abbildung 3: Genetische Variation im (A) Überleben (Ix) und in (B) der Fruchtbarkeit (mx) von Drosophila serrala. Die Grafiken stellen für Stämme aus fünf verschiedenen Gegenden Australiens den Anteil adulter Fliegen dar, die bis zu verschiedenen Alterstagen überlebten, und die Fruchtbarkeit überlebender Weibchen pro 4-TageIntervall bei 25 oe.

Oder es kann mathematisch ausgedrückt sein, wenn wir den Kreuzungsgrad formulieren, der noch eine AufspaItung erlaubt. Die mathematische Regelmäßigkeit der Mendelschen Vererbung ist die Grundlage einer genetischen Theorie der Evolutionsmechanismen, die vermutlich das umfassendste und schwierigste Gebäude mathematischer Theorie innerhalb der Biologie darstellt. Alle Modelle sind jedoch, seien sie mathematisch auch noch so abschreckend, absichtlich übersimplifizierte Beschreibungen der Natur. Sie wollen nicht die Vielschichtigkeiten der Realität beschreiben, sondern nur die wichtigsten und allgemeinsten Merkmale eines Prozesses abstrahieren.

Weniger weit zurückliegende Ereignisse, wie das Bestimmen der Muster genetischer Variation innerhalb und zwischen Populationen, können oft aus der Übereinstimmung zwischen Daten und den Voraussagen der Populationsgenetik erklärt werden. Obwohl die historische Existenz eines Ereignisses oft einigermaßen verläßlich abgeleitet werden kann, sind seine Ursachen oft viel schwerer zu klären und oft nur spekulativ zu erfassen. Aufgrund der Befunde aus der vergleichenden Morphologie und Paläontologie sind blühende Pflanzen mit ziemlicher Sicherheit aus Gymnospermen entstanden, aber man weiß nicht, ob die große Vielfalt bei blühenden Pflanzen durch Insektenbestäubung, durch ihre gesci:lützten Samen oder durch ihre vielseitige vegetative Architektur verursacht wurde.

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