Geben ohne Kalkül: Engagementmotivationen klein- und by Gabriele Gollnick

By Gabriele Gollnick

​Die Studie liefert aus einem breiten empirischen Primärmaterial eine examine individueller und kollektiver Engagementmotivationen von klein- und mittelständischen Unternehmen, welche über die bislang fokussierte Zweckrationalität unternehmerischen Engagements hinausgeht. Integriert in den größeren Kontext sich wandelnder Rollen- und Verantwortungsdiskurse der drei Sektoren Wirtschaft, Staat und Zivilgesellschaft gelingt so eine Betrachtung von unternehmerischem Engagement als diversifizierte Reziprozitätsarrangements zugleich entbetteter als auch eingebetteter privatwirtschaftlicher Akteure.

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Langer erwerbstatig — aber wie?: Mit einer Einfuhrung von Gerhard Naegele und Winfried Schmahl

Die Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen sollen zukünftig länger erwerbstätig sein. Die gesetzliche Anhebung der Altersgrenze zum Renteneintritt und finanzielle Verschlechterung bei einem frühzeitigen Berufsausstieg bewirken jedoch nicht, daß die Beschäftigten auch länger arbeiten können. Die Arbeits- und Beschäftigungsbedingungen, die Erwerbsverläufe, die Arbeitszeit und die Arbeitsanforderungen müßten auch entsprechend "altersgerecht" organisiert und gestaltet werden.

Allgemeine Diagnostik und Therapie der Hautkrankheiten: Als Einführung in die Dermatologie für Studierende und Praktiker

Angesichts der vielen dermatologischen Lehrbiicher, die schon bestehen, ist meines Erachtens ein Wort der Entschuldigung am Platze, wenn guy ihre Anzahl weiter vermehrt. Die Entschuldigung kann nur darin liegen, daB das neue Lehrbuch sich von den bisherigen wesentlich unterscheidet, in erster Linie durch eine besondere didaktische Idee, die ihm zugrunde liegt.

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31 Zumindest kann nicht von einer transparenten Ableitung der Vorteile auf den drei Win-Ebenen aus dem Material gesprochen werden – sie werden ohne Belege als Fakten postuliert; 42 Teil I: Die gesellschaftliche Rolle von Unternehmen KonsumentInnen Image und Markenwert Human Ressources und Rekruting neue Verantwortung durch den „Rückzug des Staates“ Effekte WIN- (Unternehmen) Vermeidung von lockins, Trends der Branche frühzeitig aufgreifen; Dialog mit Stakeholdern vermindert das Kampagnenrisiko, Boykott, Imageverlust; Zukunftssicherheit durch bessere Wertschöpfung, Humankapital und deren Bindung; Krankheitsstand mindern und Fluktuation senken; Investitionen in kollektive und öffentliche Güter, um Wettbewerbsfähigkeit zu sichern; WIN- (Gesellschaft) Hochwertigkeit, Qualität und Sicherheit der Produkte und Dienstleistungen; Umweltentlastung; Mitgestaltung und Einfluss auf Unternehmensprozesse und Ausrichtungen; bessere Arbeitsumgebung, Arbeitsklima und faire Entlohnung; Zufriedenheit und Anerkennung der MitarbeiterInnen; regionale/ lokale Infrastruktur und Ausstattung mit Gemeinschaftsgütern; Mitgestaltung und Einfluss auf Unternehmensprozesse und Auswirkungen; Tabelle 3: Win-win-win durch Regionales Corporate Citizenship Legitimation durch die Stakeholder erhalten Schadensbegrenzung bei vorhandener Kritik; WIN (Raum) Wettbewerbsfähige Unternehmen, wirtschaftliche Prosperität; Umweltentlastung; Verbesserung des Standortimages durch das Image der Firmen; Aufwertung des Raumes; Humankapitalausstattung der Region, Lebensqualität; regionales Sozialkapital als Standortvorteil; Ausstattung mit öffentlichen/ kollektiven Gütern, inkl.

Daher sei CSR oder CC nicht nur „alter Wein in neuen Schläuchen“ (Backhaus-Maul 2006:32), sondern stellen eine theoretisch-konzeptionelle Erweite- Unternehmerische Perspektive 45 rung, Strukturierung und Professionalisierung unternehmerischer Verantwortungsübernahme dar, die allerdings in Deutschland noch ihr (modifiziertes) Äquivalent in der Engagementpraxis finden müsse (Vgl. Matten/ Moon In: Habisch 2005b:337, Bluhm/ Geike 2007:5711). 4. Zwischenfazit Der unternehmerische Rollenwandel in Richtung mehr unternehmerischer Verantwortung und Mitwirkung an Raumentwicklung ist schon lange nicht mehr nur ein Ansatz, welchem der wissenschaftliche und politische Diskurs Aufmerksamkeit schenkt, sondern einer, der sich bereits seit einiger Zeit in Instrumentarien der Raumentwicklung äußert: sei es in der Gemeinwesensarbeit der 60er, gefolgt von dem partizipatorischen Ansatz der 70er und der integrierten Stadtteilarbeit (Schubert In: Müller et al.

Die Diskussion um CSR in Deutschland begann jedoch zögerlich, da die „jahrzehntelange Engagementtradition im Kontext nationaler Sozialstaatlichkeit" (Backhaus-Maul et al. ) neue unternehmerische Rechte und Pflichten lange nicht erkannte. CSR sei demnach kein neues Konzept; neu seien allerdings seine strategische Komponente, die konzeptionelle Verbindung zum Nachhaltigkeitsdiskurs (was den holistischen Anspruch, den Mangel an Quantifizierbarkeit und damit der Erfolgskontrolle begründet) sowie der Bezug zu einem oft normativ aufgeladenen Verantwortungsbegriff24.

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