Geschlecht und Geschlechterverhältnisse in der by Barbara Rendtorff, Vera Moser

By Barbara Rendtorff, Vera Moser

Der Band bietet eine breite und anspruchsvolle Einführung in das Gebiet der erziehungswissenschaftlichen Geschlechterforschung.
Zweifellos liegt in der Frage nach der Bedeutung und den Wirkungsweisen von Geschlecht und Geschlechterverhältnis eine der größten aktuellen Herausforderungen an Wissenschaft und soziale und politische Praxis.
Das Buch gibt einen Überblick über die gegenwärtige Forschungslage zur Geschlechterthematik innerhalb der Erziehungswissenschaften und arbeitet dabei die strukturelle Bedeutung von "Geschlecht" als Kategorie heraus.
Die Darstellung und Diskussion dieser Thematik ist in drei Teile gegliedert. Als Einführung dient eine systematische Darstellung der Kategorie "Geschlecht" in ihren sozialen, historischen und strukturellen Aspekten. Im zweiten Teil werden einige erziehungswissenschaftlich relevante Fragestellungen vertieft und konkretisiert. Der dritte Teil umfaßt Beiträge aus den Einzeldisziplinen, die jeweils den Stand der Diskussion darlegen und darüber hinausgehende Fragestellungen aufzeigen.

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Zwei Handbücher über die Geschichte der Frauen- und Mädchenbildung Auskunft. <>Stand der Lehrerin und der Sozialarbeiterin untersucht. 86 Auch zu diesem 1bemengebiet liegt - neben zahlreichen kleineren biographischen Studien - inzwischen eine enzyklopädische Zusammenstellung von Pädagoginnen des 19. und 20. J al1rhunderts vor, in der auch frühe Theoretikerinnen, 83 84 85 86 Vgl. Schmid, Pia: Bürgerliche Theorien zur weiblichen Bildung. Klassiker und Gegenstimmen um 1800, in: Diskurs Bildungstheorie, Bd.

7 38 Barbara Rendtodf / Vera Maser giert mit dem Unabgeschlossenen, (aus dem Diskurs) Ausgeschlossenen, Nicht-Symbolisierbaren, wie sie überhaupt im Anschluß an Lacan davon ausgeht, daß das identische Subjekt lediglich Imagination ist. Dieses Unabgeschlossene in der Sprache zur Wirkung zu bringen, eine "polyvalente sprachliche Rekonstruktion des Sinns und des sprechenden Subjekts",53 ist ihr Interesse. Ihre radikale und unsentimentale theoretische Auffassung hat sie seinerzeit in Konflikte mit der feministischen Bewegung gestürzt, erweist sich langfristig jedoch als sehr produktiv - zumal in der starken Betonung der Dynamik des Symbolisierungsprozesses, die die Veränderlichkeit des symbolischen Systems hervorhebt, ohne die Strenge der Struktur zu leugnen oder aufzugeben.

Die Frau, heißt es bei Irigaray, "widersteht jeder adäquaten Definition", ihr Geschlecht (ihr Genitale), das keinen Namen hat, "das nicht ein Geschlecht ist" (das weibliche Sexualorgan ist 'doppelt') wird "als kein Geschlecht" gesellschaftlich gezählt. 50 Dar~us wird ein spezifisch weibliches Begehren abgeleitet, welches sich auch in dem Anderen der weiblichen Sprache ausdrückt. War damit ein Entwurf originärer Weiblichkeit gelungen, welcher nicht, wie Freud vorschlug, an der Zweitrangigkeit der weiblichen genitalen Ausstattung orientiert ist, so etablierte dieses Konzept jedoch einen weiblichen Ort, der letztlich und konsequent nach einem eigenen weiblichen Symbolischen und Transzendenten verlangt, der Universalität ausschließt und Differenz essentialisiert als "Bio-Religion".

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