Kindermedizin Werte versus Okonomie: 1. Jahrestagung by Reinhold Kerbl, Leonhard Thun-Hohenstein, Klaus Vavrik,

By Reinhold Kerbl, Leonhard Thun-Hohenstein, Klaus Vavrik, Franz Waldhauser

Etwa 19% der ?sterreichischen Gesamtpopulation sind Kinder und Jugendliche. Die Gesundheitsausgaben f?r diese Altersgruppe betragen hingegen nur etwa 6% der staatlichen Gesamtausgaben f?r das Gesundheitssystem - Kinder und Jugendliche stellen somit eine relativ „billige" Altersgruppe dar. Trotzdem wird auch im Bereich der Kinder- und Jugendheilkunde rationalisiert. Im Oktober 2007 fand in Salzburg die erste Tagung der Plattform "Politische Kindermedizin" statt. Diese hat es sich zur Aufgabe gemacht, einen konstruktiven Beitrag zur Verbesserung der p?diatrischen Gesundheitsversorgung und -vorsorge in ?sterreich zu leisten. Sie versteht sich auch als Beitrag zur interdisziplin?ren Vernetzung: Vertreten sind unter anderem Kinderpsychiater, Soziologen, ?konomen, Vertreter nicht?rztlicher Medizinberufe sowie Elterninitiativen. Ein wichtiges Anliegen ist dabei die Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention, die ein Recht auf ad?quate medizinische Versorgung beinhaltet, in der ?sterreichischen Verfassung.

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Volksschulkinder kommen im Zuge der Indexberechnung zu kurz. Um für die nationale Interpretation konkretere Problemfelder eingrenzen zu können, müsste überdies eine Differenzierung nach Alter, Geschlecht und auch Regionen ergänzt werden. Die Konstruktion derartiger Indizes kann darüber hinaus nur eine Momentaufnahme für einen Ländervergleich darstellen – eine zeitliche Entwicklung in den Ländern kann nicht abgelesen werden. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Studie der UNICEF nicht pauschal aussagt, dass die Gesundheitsversorgung bzw.

2. Das österreichische Kinderimpfkonzept Zur Vermeidung gefährlicher Krankheiten sowie in der Folge auftretender Behandlungskosten wurde in Österreich ein Kinderimpfkonzept entwickelt, welches vier Impfgruppen umfasst. Im Rahmen einer Sechsfachimpfung werden Kinder im ersten und zweiten Lebensjahr in vier Teilimpfungen gegen Diphtherie, Tetanus, Pertussis, Polio, Haemophilus infl. B. und Hepatitis B immunisiert. Darüber hinaus werden bei Schulkindern allfällig notwendige Auffrischungsimpfungen durchgeführt.

9%), Rückenschmerzen (16% vs. 9%), Einschlafstörungen (26% vs. 16%), Nervosität (22% vs. 8%), Einsamkeit (19% vs. 9%) und Hilflosigkeit (14% vs. 3%)1, auch psychische und VerhalBBBBBBBBBBBBB 1 Vgl. Klocke A, Hurrelmann K (1995) Armut und Gesundheit. Inwieweit sind Kinder und Jugendliche betroffen? In: Zeitschrift für Gesundheitswissenschaften (ZFG) 2. Beiheft. 138-151 38 Claudia Wild tensauffälligkeiten sind bei Kindern und Jugendlichen mit niedrigem Sozialstatus deutlich häufiger (Tabelle 1). Tabelle 1: Psychische und Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern und Jugendlichen mit unterschiedlichem Sozialstatus Kinder: 3-10 J % Jugendl: 11-17 J % Jungen niedriger Sozialstatus mittlerer Sozialstatus hoher Sozialstatus 16,4 8,1 4,0 13,0 7,9 5,5 Mädchen niedriger Sozialstatus mittlerer Sozialstatus hoher Sozialstatus 10,5 4,1 1,7 8,7 5,2 2,7 Quelle: Lampert 2008 In der Diskussion um Ressourcenverteilung auf Ebene aller der Gesellschaft zur Verfügung stehender Mittel ist die Frage zu stellen, ob mehr Ressourcen im Gesundheitssystem durch Erhöhung der Einnahmen und damit der Erhöhung des Anteils am BIP/ Bruttoinlandsprodukt auch zu einer gerechtenVerteilung führen.

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