Lernen. Subjektwissenschaftliche Grundlegung. by Klaus Holzkamp

By Klaus Holzkamp

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Vernetztes Wissen: Organisationale, motivationale, kognitive und technologische Aspekte des Wissensmanagements in Unternehmensnetzwerken

Martin Ahlert, Günther Blaich und Jan Spelsiek untersuchen, inwiefern motivationale Aspekte des Wissenstransfers, den move von Wissen beeinflussende Faktoren und technologische Aspekte zusammengeführt werden können, um als foundation zur systematischen Gestaltung des Wissenstransfers zu dienen. Sie entwickeln eine dating administration Balanced Scorecard zur Gestaltung und Evaluierung des Wissenstransfers in Unternehmensnetzwerken.

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B. Wenn es kalt ist und man nicht frieren bzw. wenn es kalt ist und man sich abhärten (damit langfristig für seine Gesundheit etwas tun) will, wählt man vernünftigerweise keine wärmere Kleidung«. Damit hat man die beiden ·Theorien« explizit auf unterschiedliche Beispielfälle hin auseinanderdividiert, und es wird deutlich, daß sie •eigentlich« schon immer miteinander vereinbar gewesen waren, was nur durch die mangelnde Intentionsspezifizierung verschleiert war (vgl. 232). Die von uns zu leistende Explikation von BGMs aus vermeintlich empirischen Theorien schließt also, sofern wir dabei auf scheinbar konkurrierende Theorien stoßen, immer auch die Auflösung dieses Scheins der Konkurrenz durch den Ausweis unterschiedlicher Spezifikation oder Spezifizierbarkeit der Prämissen bzw.

46 Begründungsanalytische Kritik/Reinterpretation lerntheoretischer Ansätze Da derartige Erklärungen sich in diesem Kontext nur auf menschliches Lernen beziehen, hätte der SR-psychologische Ansatz hier seinen tierexperimentellen Bonus eingebüßt und könnte von da aus andere Ansätze, die nicht auf tierisches Verhalten anwendbar sind, auch nicht als prinzipiell illegitim zurückweisen. Sofern man gemäß dem »Awareness«-Argument bewußte Lernaktivitäten als möglich in Rechnung stellt, würde sich mithin aus dem Umstand (scheinbarer) menschlicher Konditionierbarkeit die Frage ableiten lassen, unter welchen Bedingungen Individuen bewußt Verhaltensweisen zeigen, die dem Konditionierungsverhalten von Tieren ähneln.

Darin liegt nun aber ein - wenn auch minimales, so doch offenbar unvermeidliches - Zugeständnis an den Subjektstandpunkt des »konditionierten« Individuums: Somit wäre hier - jenseits des offiziellen Verständnisses - im Konzept der Klassischen Konditionierung die Deutung der bedingten Reaktion der Vpn als auf irgendeine Weise »begründet/verständlich« im Interesse psychologischer Sinngebung mitgemeint und bedarfsweise explizierbar. Wenn man nun allerdings die BGM-Fassung des Klassischen Konditionierens, dergemäß eine Vp »gute Gründe« hat, bereits auf die Ankündigung eines Reizes in gleicher Weise zu reagieren wie auf einen ursprünglichen Reiz, für sich betrachtet, so stellt sich heraus, daß eine solche Formulierung zwar einerseits keineswegs- wie bei echten empirischen Wenn-Dann-Aussagenvon vornherein »aus dem Diskurs fällt«.

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