Mobilitäten in Europa: Migration und Tourismus auf Kreta und by Ramona Lenz

By Ramona Lenz

Über Migration und Tourismus wird meist getrennt voneinander geforscht. Ramona Lenz zeigt jedoch, dass die Herausarbeitung von Zusammenhängen zwischen diesen beiden Mobilitätsformen und ihrer Infrastruktur wichtige Erkenntnisse über das europäische Grenzregime liefern kann. Kritisch anknüpfend an den sogenannten „mobility turn“, der den seit einigen Jahren in verschiedenen Disziplinen zu beobachtenden Paradigmenwechsel von der Sesshaftigkeit zur Mobilität als forschungsleitender Kategorie bezeichnet, werden various Überschneidungen zwischen Migration und Tourismus aufgezeigt. Das Kernstück der Arbeit bilden die Ergebnisse ethnografischer Forschungen auf Kreta und Zypern, die Ramona Lenz im Hinblick auf Mobilitätsmöglichkeiten und -beschränkungen in Europa diskutiert. Der Tourismussektor als Arbeitsmarkt für MigrantInnen und die vielfältige Nutzung touristischer Infrastruktur stehen dabei im Zentrum.
Das Buch wendet sich an Lehrende und Studierende der Sozial-, Kultur- und Geisteswissenschaften sowie an MigrantInnen, TouristInnen und alle, die sich professionell mit Migration und/oder Tourismus in Europa befassen.

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Betont, dass AnthropologInnen ihre Forschungsobjekte bzw. „Kulturen“ häufig als essentiell immobil konstruierten, während sie sich selbst und die Prozesse der Theoriebildung, in die sie involviert seien, als mobil begriffen. Tsing meint hingegen, dass Praktiken der Wissensproduktion jenseits solcher Dichotomien untersucht und reflektiert werden sollten, und fordert ein Durchbrechen der kategorialen Unterteilung in „mobile Theorien“ und „immobile Fälle“. 35 James Clifford ist der Ansicht, dass der Terminus des Reisens gerade aufgrund seiner Geschichte analytisch brauchbar ist: „I hang on to ‘travel’ as a term of cultural comparison precisely because of its historical taintedness, its association with gendered, racial bodies, class privilege, specific means of conveyance, beaten paths, agents, frontiers, documents, and the like.

185), gekommen sei. 38 Zur Problematik der hier zugrunde liegenden Annahme einer Übereinstimmung von Gruppe, Kultur und Identität vgl. B. Welz (1994). 39 Ausführlicher zur gender-Dimension von Mobilitäten vgl. B. Cresswell/Priya Uteng (2008) oder Benhabib/Resnik (2009). 44 1 Mobilitäten von Bergbesteigung, Vogelflug, Seereise, Zirkulation oder auch Penetration euro- und androzentrische Befangenheiten erkennen. 40 In Anlehnung an Donna Haraways Konzept des „situierten Wissens“ plädiert Kaplan (2002, 41) für die Überwindung der Trennung von Betrachter und Objekt und für eine angemessene Berücksichtigung der (vergeschlechtlichten) Körperlichkeit im Prozess der Wissensgenerierung: „If theory travels, if knowledge remains linked to displacement, what will come to the fore when embodiment enters the circuit?

37 Stephen J. , 185), gekommen sei. 38 Zur Problematik der hier zugrunde liegenden Annahme einer Übereinstimmung von Gruppe, Kultur und Identität vgl. B. Welz (1994). 39 Ausführlicher zur gender-Dimension von Mobilitäten vgl. B. Cresswell/Priya Uteng (2008) oder Benhabib/Resnik (2009). 44 1 Mobilitäten von Bergbesteigung, Vogelflug, Seereise, Zirkulation oder auch Penetration euro- und androzentrische Befangenheiten erkennen. 40 In Anlehnung an Donna Haraways Konzept des „situierten Wissens“ plädiert Kaplan (2002, 41) für die Überwindung der Trennung von Betrachter und Objekt und für eine angemessene Berücksichtigung der (vergeschlechtlichten) Körperlichkeit im Prozess der Wissensgenerierung: „If theory travels, if knowledge remains linked to displacement, what will come to the fore when embodiment enters the circuit?

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