Modernisierungsverlierer?: Die Wählerschaft by Tim Spier

By Tim Spier

Die fortgesetzten Wahlerfolge rechtspopulistischer Parteien in Westeuropa werfen immer wieder die Frage nach den Ursachen für diese elektoralen Entwicklungen auf. Die Monographie geht der vielfach geäußerten those nach, dass es sich bei den Wählern dieser Parteien um sogenannte Modernisierungsverlierer handelt, überführt die those in ein Modell der Wahl rechtspopulistischer Parteien und überprüft sie empirisch anhand von Umfragedaten für Westeuropa auf der Individualebene. Dabei wird der Einfluss verschiedener Modernisierungsverlierer-Indikatoren auf rechtsaffine Einstellungen und das Wahlverhalten zugunsten rechtspopulistischer Parteien untersucht.

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46 2 Theorien, Indikatoren und Hypothesen 2 Theorien, Indikatoren und Hypothesen Das folgende Kapitel bildet den Theorieteil der vorliegenden Studie. In ihm sollen – nach einem kurzen Exkurs in die Debatte um die grundsätzlichen Erklärungsansätze des Wahlverhaltens – die verschiedenen Ansätze zur Erklärung der Wahlerfolge rechtsradikaler Parteien präsentiert und ausgewertet werden. Ziel ist die Rekonstruktion der Modernisierungsverlierer-Theorie, die anschließend in ein konkretes Untersuchungsmodell überführt und von theorieexternen Erfolgsbedingungen rechtspopulistischer Parteien abgegrenzt werden soll.

Diese Anerkennung der immerhin die Sezession Norditaliens fordernden Partei hatte zunächst rein wahltechnische Gründe: Im neuen italienischen Wahlrecht mit einer starken Mehrheitswahlkomponente konnte Berlusconi die norditalienischen Wahlkreise nicht ohne Absprachen mit der Lega, die hier teilweise stärkste Kraft war, gewinnen (Bartolini/D'Alimonte 1996: 110f). Doch das Bündnis hielt nicht lange, denn die Lega verlor viele Wähler an die Forza Italia, zudem konnte sie sich nicht mit der ebenfalls an der Regierung beteiligten Alleanza Nazionale arrangieren (Betz 1998a: 47).

1 Fragestellung Wahlverhalten ist ohne Zweifel ein komplexes soziales Phänomen. Die verschiedenen theoretischen Schulen der Wahlforschung nähern sich diesem Untersuchungsgegenstand mit höchst unterschiedlichen Ansätzen und Methodiken (vgl. 1), von einer allgemeinen Theorie des Wahlverhaltens ist man jedoch weit entfernt – je nach Wissenschaftsverständnis kann es eine solche allgemeine Erklärung auch nicht geben. Allein im Feld der Erforschung des Wahlverhaltens zugunsten rechtspopulistischer Parteien findet sich eine praktisch unüberschaubare Vielzahl von Monographien, Sammelbänden und Fachartikeln, die den Gegenstand mithilfe unterschiedlicher Theorien und anhand variierender Fallbeispiele zu erschließen versuchen.

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