Tod und Gesellschaft: Sozialwissenschaftliche Thanatologie by Klaus Feldmann

By Klaus Feldmann

Neben einer historischen und sozialstrukturellen examine von Sterben und Tod werden folgende soziale Probleme behandelt: Sterben im Krankenhaus, Lebensverlängerung und -verkürzung, aktive Sterbehilfe, Mord, Suizid, Krieg.

"Das Buch bedient sich einer sehr klaren Sprache, ist mit großem Gewinn zu lesen und regt zum weiteren Nachdenken an [...]" Das Historisch-Politische Buch, 05/2005

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Tod und Gesellschaft: Sozialwissenschaftliche Thanatologie im Überblick

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Damit erhöht sich im Durchschnitt jedenfalls für Männer das Todesrisiko. Aggression und Stress kennzeichnen das Männerleben, was sich in Familie, Beruf, Sexualität, Freizeit, Sport, Verkehr und anderen Bereichen zeigt. Männer sind im Arbeitsleben gesundheitlich benachteiligt. Im Durchschnitt sind die gesundheitlichen Arbeitsbedingungen von Frauen günstiger, da sie in weniger verschmutzten, weniger gefährlichen Umwelten als Männer tätig sind. ). Die stärkere Leistungsmotivation und Aggressivität von Männern dürfte auch bei diesen selbstzerstörerischen Aktivitäten die Unterschiede erklären.

Zu kognitivieren. Todeskontrolle In früheren Zeiten war nicht nur das Durchschnittsalter viel niedriger, sondern vor allem schwankte die Mortalität lokal sehr stark. Der Tod konnte jeden jederzeit treffen und diese Erkenntnis wurde ständig durch die Erfahrung verstärkt. Heute dagegen können die meisten Menschen davon ausgehen, dass sie 60 Jahre und älter werden. Entscheidend für den Unterschied zwischen den hochindustrialisierten Staaten und traditionellen Kulturen ist die Qualität der Kontrolle der Mortalität.

51 Rituale vor dem Tod wurden in Industriegesellschaften ersetzt durch medizinische, rechtliche und administrative Maßnahmen; das traditionelle Betreuungspersonal (Verwandte, Nachbarn, Priester) wurde teilweise aus dem Feld gedrängt oder marginalisiert. h. sie dürfen nur noch Sekundärrollen übernehmen. Diese Veränderungen begünstigen bei Bezugspersonen eine Verinnerlichung, Emotionalisierung, Introversion und Privatisierung des Todes von Nahestehenden (Winkel 2002). Wer zu sehr nach außen agiert und Primärrollen in dem Prozess einzunehmen versucht, wird als kriminell (aktive Sterbehilfe), abweichend (selbst die Bestattung durchführen) oder krank (starke Trauerreaktionen) stigmatisiert.

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